Immer wieder sieht man sie oder hört von ihnen – Blumenwiesen. Zu Recht, denn sie sind wichtig für unsere Insekten und uns, schön anzusehen und wenn Sie wollen, zaubern sie Ihnen über mehrere Jahre hinweg einen pflegearmen Garten, der ohne viel Aufwand immer toll aussieht.
Was Sie über Blumenwiesen wissen sollten, wie Sie sie anlegen, pflegen und überwintern, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Warum sind Blumenwiesen so wichtig?
Neben der schönen Optik, die sie zaubern, sind sie ein wahres Schlaraffenland für unsere heimischen Insekten. Vor allem Bienen und Schmetterlinge lassen sich von ihnen beeindrucken, sodass sie Ihrem Garten gut und gerne auch mehrfach einen Besuch abstatten.
Ein toller Nebeneffekt ist, dass Sie zudem einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, denn in einer Zeit, in der immer mehr Steingärten angelegt und Felder vermehrt bebaut werden, ermöglichen Sie unseren Insekten eine zuverlässige Nahrungsquelle, um weiterzubestehen. Zum Dank erhalten wir weiterhin leckeren Honig und Nahrungsmittel, die für uns wichtig sind – der Kreislauf schließt sich.
Die beste Zeit zur Aussaat

Idealerweise säen Sie eine Blumenwiese in den Frühlingsmonaten April und Mai oder erneut von Ende August bis Mitte September aus – dann sind die Temperaturen angenehm kühl, und im Herbst sorgt die höhere Bodenfeuchtigkeit für optimale Keimbedingungen. Bereits im Folgejahr können Sie sich über erste Blüten wie Margerite, Flockenblumen, Kuckuckslichtnelken und Schafgarbe freuen. Mit jedem weiteren Jahr gewinnt die Wiese an Vielfalt, Farbe und Dichte. Bis sie ihre vollständige Ausprägung erreicht, benötigt sie etwa drei Jahre – dafür entwickelt sie sich danach zu einem dauerhaft blühenden, lebendigen Naturraum.
Was muss ich beim Anlegen einer Blumenwiese beachten?
Das Anlegen einer Blumenwiese gestaltet sich besonders einfach. Die kleinen Samen sind in dosierbaren Päckchen fast überall erhältlich, wo man Gartenartikel und Blumen kaufen kann. Auch in diversen Onlineshops sind sie verfügbar und kurzfristig lieferbar. Achten Sie bei dem Erwerb darauf, dass die Blumenwiese zu der Fläche passt, auf der Sie sie ausbringen möchten, denn es gibt Blumenwiesen für Sonnenbeete und auch welche, die sich speziell für schattige Plätzchen eignen.
1. Vorbereitung der Fläche

Bevor die Blumenwiese ausgesät wird, sollte die Fläche gründlich vorbereitet werden. Der ideale Zeitpunkt dafür liegt im März oder April sowie im Herbst. Entfernen Sie zunächst Laub, Unkraut und alte Rasenreste und lockern Sie den Boden leicht – jedoch nicht zu tief, um das wertvolle Bodenleben zu schützen. Achten Sie darauf, dass sich Unkraut nicht unkontrolliert ausbreiten kann, da es sonst die Keimung der Wildblumensamen behindert. Weist die Fläche einen hohen Lehm- oder Tonanteil auf, empfiehlt es sich, den Boden etwas tiefer zu bearbeiten. Dadurch verbessern Sie die Drainage, verhindern Staunässe und schaffen optimale Bedingungen für die jungen Pflanzen.
Zum Abschluss sollte die Fläche vor der Aussaat großzügig gewässert werden, sodass die Samen später gut anwachsen können.
2. Aussaat
Ihre Wildblumen benötigen zum Wachsen etwas Platz, sodass wir empfehlen, die Samen so auszusäen, dass sie genügend Abstand haben. Idealerweise nutzen Sie Ihre Hände, eine Schippe oder ein Sieb, um eine gleichmäßige Verteilung zu erzielen. Eine weitere Möglichkeit, um den Abstand leicht einzuhalten, ist, die Blumenwiesensamen mit etwas Sägemehl zu strecken, um die Abstände leicht zu erhöhen und trotzdem ein ebenmäßiges Wuchsbild zu erhalten.
3. Nachbereitung

Und dann heißt es gießen, gießen, gießen. Ihre Keimlinge dürfen niemals auf dem Trockenen liegen. Gleichzeitig sollten Sie beachten, dass nicht zu viel Wasser auf einer Stelle ausgebracht wird, wie es z.B. mit einem Wasserschlauch oder einer Gießkanne ohne Aufsatz der Fall wäre. Geeignet sind Gießkannen mit Tülle oder ein Gartenschlauch mit Aufsatz, der einen gleichmäßigen Sprühnebel verteilt.
Ist eine Blumenwiese mehrjährig?
Ob eine Blumenwiese mehrjährig ist oder nicht, hängt von den Samen ab. Sie ist einjährig, zweijährig oder mehrjährig verfügbar.
Einjährige Blumenwiese:
Eine einjährige Blumenwiese bleibt eine Saison. Es sterben allerdings nur die Blüten selbst, die Samen vermehren sich und die Blumenwiese erwacht im Jahr darauf zu neuem Leben.
Zweijährige Blumenwiese:
Eine zweijährige Blumenwiese erhält ihre Blüten erst im zweiten Jahr nach der Aussaat. Danach sterben sie ab.
Mehrjährige Blumenwiese:

Eine mehrjährige Blumenwiese bleibt mehrere Jahre bestehen. Zum Winter hin sehen sie aus, als seien sie abgestorben, dabei ist es nur das oberirdische Kraut, das den Winter nicht überlebt. Ihre Wurzeln bleiben bestehen. Auch sie vermehren sich durch die Samen und haben nach drei Jahren ihre volle Pracht erreicht.
Wie oft sollte man eine Blumenwiese mähen?
Wenn Sie einen Naturgarten besitzen oder sich für das Anlegen einer schönen Blumenwiese entschieden haben, sollten sie diese wachsen lassen, da das am ökologisch sinn- und wertvollsten ist.
Gründe, warum Sie eine Blumenwiese nicht mähen sollten:

Fazit:

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